Sunday-Leftover-Hangover Soup

Perfection on a plate!(und auch ein fabelhaftes Basic-Gemüsebrühen-Rezept)

Besonders zu empfehlen als End-Wochenend-Meditation. An einem Sonntag erfunden, an dem ich erschöpft aber fröhlich von einem Wochenende mit viel frischer Luft und lustigen Gesprächen zurück kam (heute).

Die Zutaten sind eigentlich frei wählbar, es wird eine Gemüsesuppe, daher einfach alles Gemüse das man übrig hat zusammentragen.

Bei mir sind es heute Abend

4 Perlzwieblen
1 Rote Zwiebel
3 Frühlingszwiebeln
5 kleine Kartoffeln
1 mittelgroße Zucchini
3 Möhren
1 Stange Lauch
1 Zehe Knoblauch

600ml Gemüsebrühe
und natürlich: 1/2 Paket Frühstücksbacon (what would life be without bacon)

..und weil ich’s grad noch da habe, optional, für den Asia-Touch:

1 Knubbel Ingwer
2 Stengel Zitronengrass
1 kleinen Apfel
1 Dose Kokosmilch

Denkbar sind aber auch Paprika, alle Sorten von Zwiebeln, Kohl, Pastinaken, Sellerie…

An Gewürzen: Salz, Pfeffer, Meersalz, Lorbeerblatt, ganze weisse Pfefferkörner, rosa Pfefferkörnen und alles andere was einem einfällt.

Für die Asia-Variante: Koriandersamen,Ingwer, Kreuzkümmel, Kardamon Kapseln und alles andere was einem einfällt.

Öl braucht man, am Besten Traubenkernöl, das hat keinen zu starken Eigengeschmack und man kann es sehr stark erhitzen.

Als erstes muss man schnibbeln. Von jeder Sorte Gemüse schneidet man einen kleinen Teil ganz fein, für die Suppeneinlage, die man erst zum Ende dazu gibt und kurz mitkocht.
Von meinen Möhren habe ich dafür ‚Julienne‘ geschnitten, also feine Streifen. Der heisse Tipp: Mit dem Sparschäler vorarbeiten, dann erst mit dem Messer in kleine, dünne Streifen schneiden.

Mit der Zucchini habe ich dasselbe gemacht, allerdings nur mit einem Teil der grünen Randstreifen, vom inneren habe ich einen Teil für die Einlage in kleine Würfel geschnitten. Von Zwiebeln haudünne Ringe, von Lauch und Frühlingzwiebeln dünne Ringe schneiden.

2-3 Kartoffeln und 1-2 Perlzwiebeln schälen und in einem kleinen Topf halbgar kochen. Das Kochwasser aufheben und später zusammen mit Brühe und Wasser dem Sud zum Aufkochen zufügen.

Das restliche Gemüse in grobe Würfel schneiden und nach Sorte in kleine Schälchen füllen und parat halten. Den Bacon mit einer Küchenschere in Lagen in Streifen schneiden und anschliessend zerpflücken.

Einen großen, unbeschichteten Topf erhitzen und den Bacon erstmal ohne Zugabe von Öl reinschmeissen. Der Bacon backt ziehmlich schnell an, einfach ein bisschen Öl hinzugeben, wenn der Boden leicht braun wird. Dann die Zwiebeln hinzugeben, zusammen mit der halbierten Knoblauchzehe und dem Lorbeerblatt. Wenn nötig noch ein wenig Öl dazu. Wenn die Zwiebeln golden-glasig sind, einen Schwupps Weisswein hinterher und die Flüssigkeit einkochen lassen. Dann nach und nach die einzelnen Gemüsesorten dazu geben und immer wieder ablöschen, abwechselnd mit Weisswein, Wasser und bei Bedarf auch mehr Öl. Die Reihenfolge ist nach den Zwiebeln und dem Knoblauch eigentlich egal, bei mir ging es: Möhren, Lauch, Kartoffeln, Zucchini, Tomaten und zum Schluss Ingwer, Zitronengrass und Apfel.
Dann 600ml Brühe und nochmal dieselbe Menge Wasser dazuschütten, plus das Kochwasser von den Kartoffeln. Jetzt den Sud noch ordentlich würzen, ruhig grobe Gewürze und Blätter verwenden, es wird ja nachher alles noch einmal abgegossen.

Jetzt Deckel drauf, und mindestens eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Hin und wieder umrühren, aber im Prinzip kann man in dieser Zeit wunderbar chillen, oder schon mal das erste Koch-Chaos aufräumen. Am Schluss noch einmal 5-10 Minuten ohne Deckel bei starker Hitze kräftig aufkochen lassen.

Eine große Schüssel neben den Herd stellen, ein Sieb reinhängen und in das Sieb ein sauberes Küchenhandtuch (Trockentuch) legen. Den heissen Sud vom Herd nehmen und vorsichtig durch das Tuch abgiessen, den Gemüsebrei schön zermatschen und alle Flüssigkeit durchdrücken. Wenn das Ganze etwas abgekühlt ist kann man auch das Tuch zwirbeln und noch die letzten Tropfen rauspressen. Wenn man mit der Menge an Flüssigkeit nicht zufrieden ist, kann man auch noch ein Schlücke heisses Wasser über die Pampe giessen und noch mal alle Flüssigkeit rauspressen. Den Inhalt des Tuchs wegschmeissen und das Tuch kurz ausspülen, den leeren Top auch.
Das Sieb mit Tuch drin über den leeren Topf setzen und die Brühe gleich noch einmal durchseihen. Je öfter man diesen Prozess wiederholt, umso klarer wird die Suppe und je weniger Fettaugen hat man hinterher auf der fertigen Suppe. Zwischendrin immer Topf bzw. Schüssel und Tuch ausspülen. Ich habe diesen Prozess heute noch zweimal wiederholt.

Die fertige Brühe sollte einen tollen Glanz haben und nicht zu fettig sein. Ich hatte Lust auf eine Asia-Suppe, daher habe ich die Brühe dann mit einer Dose Kokosmilch aufgekocht, dazu kamen die rohen Gemüseschnipsel die schon vorbereitet waren und die halbgaren Kartoffeln (gewürfelt) und Perzwiebeln. Die Suppe dann noch nach Belieben nachwürzen und abschmecken. Je nachdem wie knackig man das Gemüse haben möchte noch mal 4-8 Minuten bei mittlerer Hitze kochen.

Die Suppenschalen oder -Teller am besten mit heissem Wasser vorwärmen, Suppe einfüllen, mit Schnittlauch garnieren- Fertig! Köstlich!

Man kann natürlich alle möglichen Variationen ausprobieren, die Brühe pur mit Markklösschen oder Buchstabennudeln, oder die Brühe einfach für das nächste Rezept als Basis einfrieren. Ich friere die Reste der puren Brühe nach dem Abkühlen immer in Einweg-Eiswürfel-Beuteln ein, dann kann man sich immer einzelne Portionen aus dem Tiefkühl holen, wenn man mal Brühe braucht.

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